Moin Moin,
Wichtige Neuigkeiten erfährt Mensch eigentlich nur morgens um halb sechs auf dem Wochenmarkt. Die kurze Zeitspanne zwischen dem Aufbau unserer Marktstände und dem ersten Andrang der Kundschaft wird ausgiebig zum Austausch der aktuellen Neuigkeiten und Trendmeinungen genutzt. Häufig trifft sich das muntere Völkchen in unserer „Bioecke“, wir stehen hier mit unserem Angebot gemeinsam mit unserem Biobäcker und Christof, einem Biobauern aus dem Emsland. 
Aber wie kann das sein, dass Lebensmittel zu Preisen angeboten werden, zu denen selbst beim besten Willen konventionell nicht erzeugt werden kann. Natürlich, die Radieschen und die Gurken waren wahrscheinlich Wochenangebote, doch sind diese Ausnahmen auch die Regel, ein Hähnchenleben wird für 1,99 €, Milch und Eier unter Erzeugungspreisen angeboten (ganz zu schweigen von den Haltungsbedingungen in der konventionellen Tierhaltung). Die kleinen familären Landwirtschafts- betriebe können diesen Trend (immer mehr und noch günstiger zu produzieren) nicht mithalten und geben auf. Die großen Agrarfabriken werden subventioniert, die einflussreichen Handelskonzerne drücken nach Belieben die Preise. Um in diesen Dimensionen überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können, wird natürlich gepritzt was die Gesetze hergeben und leider auch darüber hinaus. Von den Verantwortlichen werden Grenzwerte für Belastungen eingeführt, da die Produkte einfach nicht mehr rückstandsfrei sein können und trotzdem vermarktet werden müssen. Gene werden manipuliert, damit die Pflanzen mit noch agressiveren Mitteln gespritzt werden können. Vielerorts ist leider das Wissen und das Bewusstsein über den Wert und die Erzeugung von Lebensmitteln abhanden gekommen. Die Milch kommt aus dem Supermarkt, die Kuh ist lila, das Fleisch aus der Tiefkühltruhe… Eine Umkehr zu einer nachhaltigen Landwirtschaft wird unter anderem nur möglich sein, wenn das Bewusstsein und der Stellenwert von Lebensmitteln in weiten Teilen der Bevölkerung wieder mehr an Wichtigkeit gewinnen.
In dieser Woche haben wir wieder einen zusätzlichen Apfel ins Angebot genommen,
Für unsere Obst- und Gemüse- Abokisten der Kalenderwoche 42 haben wir eingeplant: Salat, den Apfel Jonagored, Gurke, Möhren, Steckrübe, rote Paprika aus Deutschland, kernlose italienische Trauben, Kartoffeln und Kohlrabi. In unserer explizit regionalen Variante können wir die Trauben mit Birnen ersetzen, alle anderen Waren sind auch in der ersten Variante aus der Region. Zur Abokisten-Übersicht.
Selbstverständlich werden wir wie immer alle uns bekannten Vorlieben, Abneigungen, Wünsche, konkrete Bestellungen und Unverträglichkeiten beachten und umsetzen.
Eine Gesamtübersicht über unser aktuelles Obst- und Gemüseangebot finden Sie hier Web-ECO-Download-O-G-Kw-42,
oder natürlich auch in unserem Onlineshop
Als Brot der Woche haben wir in dieser Woche den Mischling, angesetzt wird es mit Sauerteig und Backferment aus 100% Roggen und so sieht er aus.
Viele Grüße, Olaf und Stefan